Flucht aus der Perspektivlosigkeit in die Perspektivlosigkeit?

Von schweizerischer Integrationsleistung könnten wir Deutschen für unsere Integrationsarbeit lernen. Sie hat etwas mit Assimilation zu tun – die Landeskultur lernen und wertschätzen. Integration bedeutet vielmehr als einen Pass auch Arbeit, Strukturen und soziale Kontakte zu haben. Wenn die Eingliederung der Zuwanderer in den Arbeitsmarkt nicht weitgehend gelingt, fliegt uns unser Sozialstaat um die Ohren.

Flüchtlingshilfe braucht Engagement, wenn die Integration gelingen soll.

Unternehmer haben die Freiheit Praktika oder Lehrstellen anzubieten. Die Entscheidung einen Flüchtling an Bord zu nehmen, ist eine der größten Hilfen auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit der Migranten. Es kann aber auch eine große Hilfe sein, wenn eine Familie einen Geflüchteten als Mitbewohner aufnimmt und ihm dadurch Einblicke in das alltägliche Leben von uns Deutschen gewährt. Patenschaften können helfen einzugliedern, indem sich Ehrenamtliche regelmäßig mit ihrem Schützling beschäftigen, Freizeit gemeinsam gestalten. Das alles ist effizienter als theoretische Integrationskurse.

Das private, besonders aber das persönliche Engagement ist hierzulande von größter Bedeutung im Rahmen der zu leistenden Integrationsaufgabe. Durch die Vernetzung wachsen Beziehungen und Vertrauen. Die deutsche Sprache und Kultur wird ganz nebenbei vermittelt, der Wortschatz wird umfangreicher und lebendiger. Der Spracherwerb bedeutet dann für den Geflüchteten nicht stur Grammatik pauken und einsam Vokabeln lernen, sondern ein Stück neuer Lebensqualität, bedeutet raus aus der Diaspora unter Landsleuten, bedeutet aktiv teilnehmendes Mitglied der Gesellschaft zu werden, bedeutet im Idealfall raus aus der Sozialhilfe in eine Erwerbstätigkeit. Anstatt einer in Fragmente zerlegten Gesellschaft kann aus der erfolgreichen Eingliederung ein Doppelsieg werden!

Informationsquellen:
BE WELCOME: Das EVIM Patenprogramm mit Geflüchteten
Gemeinsames bürgerschaftliches Engagement
Flüchtlingshilfe Mainz
Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung
Evonik Industries AG Unternehmensmagazin zum Thema Migration